Frühlingsgefühle

Nichts ist schöner als nach dem langen Winter mit Schwung in den Frühling zu starten. Das heisst nicht, dass man gleich die ganze Garderobe erneuern muss. Schon einzelne Teile, die mal lässig, mal feminin elegant kombiniert werden, bringen neue Leichtigkeit und Frische in die Garderobe! Unsere Macherinnen Marisa und Raphaela haben die neue Collectif mon Amour Frühling und Sommer Kollektion Probe getragen. Und zeigen Ihnen, liebe Macherinnen, wie vielseitig kombinierbar die Strickmode der modissa Hausmarke ist. Oversize-Blusen aus bester Qualität zelebrieren die neue Supernatürlichkeit. Power-Sweaters komplettieren den Macherinnen-Look und sind wahre Forever-Pieces. Noch mehr persönliche Lieblingsstücke finden Sie ab jetzt im Haus der Macherinnen!

RAPHAELA Sweatshirt Louise, Collectif mon Amour CHF 89.00, Oversize Bluse Yolande, Collectif mon Amour CHF 119.00

 

MARISA V-Ausschnitt Pullover Leonelle, Collectif mon Amour CHF 129.00, Jupe Max Mara, erhältlich exklusiv im Store

MARISA  Oversize Bluse Adelia, Collectif mon Amour CHF 129.00, Jupe Vivetta, erhältlich exklusiv im Store

RAPHAELA Strickjacke Dorothée, Collectif mon Amour CHF 119.00, Hose Filippa CHF 269.00

Interview mit RAPHAELA PICHLER

Boss und Fotografin

Schön gegen den Strom

Was für ihren Vater ein Hobby war, hat sie zum Beruf gemacht. Raphaela fotografiert nicht nur wunderschöne Beauty und Mode Editorials für internationale Brands und Magazine, sondern die Schönheit der Menschen mit all ihren Facetten. Ihr neuestes Kunstprojekt Currency thematisiert dabei Missstände in der Branche, die uns alle etwas angehen.

Was oder wer hat dich zu dem inspiriert, was du heute machst?

Ich wollte einfach Fotografin sein. Für mich war das immer klar. Klar lagen bei uns Kameras rum, benutzt aber hat mein Papa diese kaum. Nach der Schule wollte mir kein Fotograf eine Lehrstelle geben. Alle haben immer gesagt: Das Meitli nehmen wir sowieso nicht! Für die Kunsti war ich zu jung, also habe ich eine Fotofachlehre gemacht. Das war echt hart. Mit 16 ist man einfach zu jung. Danach habe ich bei einem Werbefotograf in Zürich eine klassische Fotografenlehre gemacht und begann zu freelancen. Es war die Zeit, als die Fotografie ins Digitale wechselte. Man macht Jobs, für die man nicht bereit ist, man hat noch diese jugendliche Naivität. Es lief ziemlich schnell sehr gut. Es gab damals noch nicht viele Fotografinnen. Mit der Zeit hatte ich keinen Bock mehr und begann Editorials zu fotografieren, bis auch das mich gelangweilt hat. Ich hatte einfach keinen Drive mehr.

Wie kam die Inspiration zurück?

Heute interessieren mich vielmehr die Menschen. Wenn ich mich mit jemanden beschäftige, spielt es keine Rolle unter welchem Deckmantel das geschieht. Was braucht es, damit es funktioniert? Meine Porträtserie Come as you arethematisiert genau dies. Inspirierende Frauen besuchen mich zuhause, ungeschönt und genauso wie sie sind. Es ist so cool, wieder offen zu sein und das Schöne zu sehen. Das ist es letztlich auch, was mich immer schon interessierte: das Schöne in allem.

Wie definierst du Schönheit?

Schönheit ist etwas sehr Individuelles. Klar gibt es Normen wie Symmetrie, die jemanden als schön gelten lassen. Schön ist für mich, wenn mir jemand etwas gibt – sei es ein Gefühl oder eine Geschichte. Schönheit ist auch etwas Gegensätzliches. Als Fotografin muss ich den Menschen etwas von mir geben, sonst geben sie mir nichts. Man muss ihr Vertrauen gewinnen, damit sie ihr Leben in deine Hände legen. Funktioniert es, ist es ein mega starkes Gefühl.

Wer oder was beeinflusst deinen Stil in deinem Schaffen?

Die Situation in der Branche hat mich extrem geprägt. Top von allem war dann letztes Jahr, als ein Kunde mich nicht bezahlen wollte. Wir honorieren dich doch mit deinem Namen als Credit, meinten die. Sorry, aber womit soll ich meine Miete bezahlen?! Ich dachte mir: Hey, ich kann einfach selbst meinen Namen auf Bilder schreiben! So entstand mein Kunstprojekt Currency.

Was bedeutet für dich gut sein, ist dir das wichtig?

Mir gefällt es, einfach machen zu können. Kreativität wird heute durch x Faktoren gebremst. Bei meinen Projekten kann ich entscheiden, was mir gefällt. Ich bin es, die Welten kreiert. Für mich hat das auch mit Mut zu tun. Am Anfang braucht es so viel Mut, am Schluss ist es ganz einfach. Oft traut man sich nicht gegen den Strom zu schwimmen. Wir sollten öfters einfach nein sagen und Verantwortung für uns übernehmen.

Wer oder was ist für dich eine Macherin?

Frauen, die mutig sind und etwas probieren, selbst wenn einige Träume nicht verwirklicht werden können. Es klingt simpel, aber im Leben muss man mehrere Türen öffnen, um zu erkennen durch welche man gehen muss. Einige öffnen sich, andere nicht. Ich bewundere Frauen, die ihren Inspirationen folgen, zu sich selber stehen und offen bleiben für den Rest im Leben, den wir nicht bestimmen können.