Kim Petri

Andrea Lucia Brun
Andrea Lucia Brun

Inhaberin Schminkbar und Unternehmerin

Wir sind alles Chrampfer!

In Kims Leben dreht sich alles um Schönheit. Gemeinsam mit Mutter und Schwester haben die Petris 2003 die erste Schminkbar in Zürich eröffnet. Das Konzept der Schminkbar – eine Mischung aus Bazaar, Beauty und Bar – kommt von Beginn an. Im Februar hat das Unternehmen mit mittlerweile fünf Standorten die 100er-Mitarbeiter-Grenze geknackt. Vergangenes Jahr übergibt Bea Petri, die Mutter, das Lebenswerk an ihre Töchter und ihren Schwiegersohn. Schminken bleibt hier Familiensache.

In zweiter Macherinnen-Generation übernimmst Du das Lebenswerk Deiner Mutter. Was bedeutet das für Dich?

Seit dem ersten Tag an sind meine Schwester und ich Teil der Schminkbar. Sie war also auch immer schon unsere Firma. Geändert hat sich nichts, nur die finanzielle Situation. Diese hat meine Mutter zuvor auf ihren Schultern getragen. Nun tragen wir sie.

War auch eine Portion Angst im Spiel?

Natürlich, safe ist man nie. Sich auf Erfolg auszuruhen, das wäre absolut das Schlimmste. Da steckt viel Arbeit dahinter. Nach fünfzehn Jahren haben wir am 1. Februar die Grenze an 100 Mitarbeitern erreicht. Noch nie war unser Unternehmen so gross! Die Verantwortung zu tragen für diese 100 Menschen, ja, das macht auch mal Angst. Aber Angst bedeutet für mich nicht per se etwas Negatives. Angst motiviert, treibt voran. 

Mut macht schön. Was denkst Du darüber?

Mut macht schön und schön macht Mut.

Was ist für Dich echte und was falsch verstandene Schönheit?

Innere Schönheit ist für mich ein Charakter. Äussere Schönheit muss jeder für sich definieren und fühlen. Echte und falsche Schönheit gibt es natürlich auch in Form von Schönheitsoperationen. Manche mögen erfolgreich sein, gerade bei Menschen, die unter etwas leiden und dadurch Selbstbewusstsein gewinnen. Ich bin nicht generell dagegen, aber der Wahnsinn geht einfach zu früh los.

 

Wie gelingt das perfekte Make-up?

Das Schöne an Make-up ist, dass man mit nur Wimperntusche und Lipgloss toll aussehen kann. Leider sind junge Frauen oft stark mit Make-up überladen. Zudem sind die Utensilien wichtig, und das hat nicht zwingend mit Geld zu tun. Ein Koch kann sein Gericht auch nur so schön zubereiten, wenn er das richtige Werkzeug hat. Beim Schminken ist das genauso.

Mega-Slogan, Future is Female. Trend oder Zukunftsentwicklung?

Für mich ist das kein Trend, ich bin damit aufgewachsen. Meine Schwester und ich haben von klein auf von unserer Mutter gelernt, dass wenn man etwas erreichen will, das möglich ist. Dass man dafür kein Mann sein muss. Erfolg wird einem nicht einfach geschenkt. Man muss hart arbeiten, ob Frau oder Mann. Wir sollten das ohnehin neutral betrachten.

Was ist Deine Vision für die Schminkbar?

Gesund zu wachsen. Das steht für mich an allererster Stelle. Wir haben ein extrem tolles Klima mit unseren Mitarbeitern, flache Hierarchien. Wir sitzen alle im selben Boot, mein Mann, meine Schwester und ich. Wir sind alles “Chrampfer”. Das wird auch so bleiben. Das hat auch mit dem Gefühl zu tun, das wir vermitteln möchten. Wir sind kein abgehobener Ort. In der Schminkbar sind alle willkommen, von der Studentin bis zur Dame.

Fabelhaft! Die Schminkbar ist Partner der modissa. Worauf dürfen sich unsere Kundinnen freuen?

Schön ist es doch, Synergien zu nutzen. Mit der modissa ist die Zusammenarbeit sehr auf Augenhöhe. Man hat dieselben Visionen.  Und dafür sind wir enorm dankbar. Und dazu haben wir gleich noch die schönste Aussicht in Zürich! Am 8. März feiern wir wieder das Mega-Event, den Tag der Frau.