Rückblick modissa Talk #3

Andrea Lucia Brun
Andrea Lucia Brun

IM GESPRÄCH MIT VISIONÄREN-MACHERINNEN

modissa Talks mit Tara Welschinger und Pascale Wiedemann 

Nachhaltigkeit ist beiden wichtig. Von ihrem Engagement erzählten uns am 7.11. zwei visionäre Macherinnen. Am dritten modissa Talk Abend unterhielt sich Kulturjournalistin Monika Schärer mit Tara Welschinger, Gründerin des ersten Zürcher Zero-Waste-Ladens FOIFI, und Pascale Wiedemann, Künstlerin und Co-Gründerin von Wiedemann Mettler.

 

Pascale Wiedemann, Wiedemann Mettler.

Wie sich für eine liebenswertere Welt engagieren? Ausschlaggebendes Moment für die in Zürich lebende Bündnerin Tara Welschinger war eine Reise durch Myanmar. Ihr ist aufgefallen, dass wir zuhause nur deswegen kein Müll sehen, weil wir die dafür notwendige Infrastruktur besitzen. Seither hat Welschinger ihr Leben komplett umgestellt – auf Zero Waste. Das ist gar keine so leichte Aufgabe. Ob morgens in der Bäckerei, beim Take-Away oder am Wochenende im Biomarkt: Nahezu alles ist in Plastik verpackt. Mit ihrem Geschäftskonzept FOIFI zeigt sie Alternativen für einen plastikfreien Lifestyle auf – Café Bar und Workshops inklusive. Für einen umweltfreundlicheren Alltag und Umgang mit Produkten engagiert sich auch Pascale Wiedemann. Die Produktdesignerin setzt sich vor allem für eine Langlebigkeit und Wertschätzung von Produkten ein. Etwa als Preziosenverkäuferin im Schaufensterklub. Ein begehbares Schaufenster wird dort zur Bühne von Produkten, bei deren Herstellung Kundinnen die Chance haben, hautnah zuzuschauen.

Tara Welschinger, FOIFI.

«Es ist immer eine Gratwanderung, wie weit man sich anpassen soll und wie weit man ausbrechen darf», argumentiert Welschinger. Wie mit Herausforderungen umgehen? Für Wiedemann ist Selbstironie wichtig: «Man sollte alles mit einer gesunden Naivität in Angriff nehmen». Danke für den Mut und Ansporn, wie wir unsere Welt etwas besser machen können. Das nehmen wir uns zu Herzen, schliesslich schont ein achtsamer Umgang mit Ressourcen nicht nur die Umwelt, sondern tut auch uns gut. Ganz nach dem Credo: Mut macht schön.