Rückblick modissa Talk #1

Andrea Lucia Brun
Andrea Lucia Brun
Gwand Fashion Festival, Luzern 2004 | Photography Adrian Ehrat

Im Gespräch mit Macherinnen:

modissa Talk mit Suzanna Vock und Esther de Boer

"Wir brauchen mehr Chancen für Schweizer Design". Etwas zu bewegen war die Motivation von Suzanna Vock, Gründerin GWAND, und Esther de Boer, Präsidentin Verband Frauenunternehmen und Mitgründerin von GRIS. Kulturjournalistin Monika Schärer empfing die Frauen und Macherinnen am 12. September zum Auftakt der fünften Ausgabe der "Mut für die Macherin"-modissa Talks.

Kaum zu vergessen! Mit GWAND schuf die Luzerner Modedesignerin Suzanna Vock 1993 die erste Plattform für Schweizer Design. Schnell avancierte GWAND zu einem international beachteten Mode Event. Der «Swiss Textiles Award for Contemporary Designer» galt mit 150'000 Franken damals als weltweit höchst dotierter Modepreis. Eine Fehlspekulation führte zu Engpässen bei Investoren, was 2005 das Aus von GWAND bedeutete. Mit gleichem Mut rief Esther de Boer 2014 mit GRIS den ersten Concept-Store für Schweizer Design ins Leben. Drei Jahre Aufbauarbeit, jede Menge Herzblut – dieses Jahr wurde der Store an der Europaallee liquidiert.

Aufgeben? Die Macherinnen waren sich am modissa Talk einig: Jedes Projekt braucht eine gewisse Portion Leidenschaft und Risikobereitschaft. Ob sich der Aufwand rechnet, sieht man erst mit der Zeit. Machen wir aber nichts, passiert auch nichts. Schlussendlich müsse man einfach machen. Suzanna Vock macht genau das: Mit frischer Energie plant sie gerade den Relaunch von GWAND. Erstmals soll das Mode Event 2018 nach 13 Jahren wieder über die Bühne gehen. Sie sei eben eine Macherin.

v.l.n.r


Esther de Boer | Präsidentin Verband Frauenunternehmen und Mitgründerin von GRIS.


Suzanna Vock | Gründerin GWAND