26.10.2017 Buchvernissage SAYEDA – Frauen in Ägypten

modissa
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Wie in vielen arabischen Umbruchländern ist die Gesellschaft in Ägypten tief gespalten. Teilweise verdeckt von den machtpolitischen Auseinandersetzungen gewinnt ein grundlegender Konflikt an Bedeutung: derjenige zwischen den Geschlechtern. Auch wenn die wenigen Frauenrechtlerinnen noch kaum Gehör finden, so ist die Botschaft dennoch klar: Solange die Rechte der Frauen mißachtet werden, kann es keinen wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt geben.
Vor diesem Hintergrund ist die Fotografin Amélie Losier mehrfach nach Ägypten gereist, um mit der Kamera der Frage nachzugehen: Was bedeutet es heute, eine Frau in Ägypten zu sein? Sie hat Frauen aller sozialen Schichten und Altersgruppen getroffen: verheiratete und unverheiratete, religiöse und säkulare, städtische und ländliche, verschleierte und unverschleierte, Frauen mit und ohne berufliche Ausbildung. Sie hat sie porträtiert und interviewt, war bei ihnen zu Hause und mit ihnen unterwegs auf den Straßen. Ihre Fotos und Interviews geben einen tiefen, facettenreichen Einblick in eine Welt jenseits der gängigen politischen Nachrichten.

 

Bei modissa wird das Buch vom Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher erstmals in der Schweiz präsentiert. Es tauschen die Nahostexpertin Susanne Schanda und die Fotografin Amélie Losier ihre Erfahrungen aus. Beide haben in Ägypten gearbeitet und diskutieren live über Emanzipation, Rollenbilder, Klischees und Vorurteile. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Festivals Zürich liest 2017 statt. Neben der Podiumsdiskussion werden auch Bilder und Fotofilme von Amélie Losier zu sehen sein.